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Gestaltungsprozess 2025 – (Was ist das?)

In unseren Kirchengemeinden haben wir seit 2013 den vor uns liegenden
„Gestaltungsprozess 2025“ bekannt gemacht.
Rahmenbedingungen
Wussten Sie schon?)
• Der Kirchenkreis Siegen ist in 7 Regionen (Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Die Regionen beherbergen jeweils mehrere Kirchengemeinden. Wir gehören zur
Region 3 mit den vier Kirchengemeinden Eisern, Eiserfeld, Niederschelden
und Gosenbach.
• Die Synode des Ev. Kirchenkreises Siegen hat im Sommer 2013 den
Gestaltungsprozess „Ev. Kirchenkreis Siegen 2025“ beschlossen. Gründe dafür sind u.a., sinkende Gemeindegliederzahlen (Demografische Entwicklung, Kirchenaustritte), die Messzahl der Gemeindeglieder von 3.000 pro Pfarrstelle, aber auch fehlender Pfarrernachwuchs.

Aufgaben und Fragen
• Die Kirchengemeinden haben von der Kreissynode den Auftrag erhalten, den „Gestaltungsprozess 2025“ jeweils für die eigene Region aktiv zu gestalten.
• Wie kann das Gemeindeleben im Jahr 2025 gelingen? Wie vermeiden wir eine Über-/Unterversorgung in den vier Kirchengemeinden bei Gemeindegrößen
von 1.800 – 4800 Mitgliedern? Welche Möglichkeiten von Kooperationen gibt es da? Kann die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden gewahrt bleiben? Was
ist kirchen- und personalrechtlich zu beachten?
• Was können und was müssen die Kirchengemeinden tun um diesen
Strukturwandel erfolgreich und weitgehend selbstbestimmt zu gestalten? Wie können wir das den Menschen in unseren Gemeinden erklären? Wie können
wir die Menschen in unseren Gemeinden von den nötigen Veränderungen
überzeugen?

Guter Rat
Mit all diesen Aufgaben und Fragen haben sich die Kirchengemeinden der Region 3 zunächst jede für sich und dann gemeinsam auseinander gesetzt. Der Kirchenkreis hat den Prozess vorangetrieben und in jeder Region eine Steuerungsgruppe (Pfarrer, Presbyter) eingesetzt. Nach den ersten
Arbeitstreffen der Steuerungsgruppe Region 3 wurde der Wunsch nach einer externen Beratung laut. Der Kirchenkreis fand die Idee gut und erklärte sich bereit, die externe Beratung zu begleiten und zu finanzieren. Die Presbyterien haben Ende 2014 der Vereinbarung mit dem Beratungsteam, Pfr. Lambeck (Gemeindeberatung, Amt für missionarische Dienste) und Pfr. Pompe (Zentrum für Mission in der Region), per Beschluss zugestimmt.

Vier gewinnt– Die Zukunft der Region Siegen Süd gestalten
Unter diesem Motto trafen sich 2 Pfarrer und 11 Gemeindemitglieder (die Projektgruppe besteht aus je 4 Vertretern der vier Gemeinden) unter der Leitung des Beratungsteams am 21. und 22. Feb. im Haus Patmos, Geisweid.
Die wohl wichtigste Frage ist: „Was passiert, wenn nichts passiert?“ Die eindeutige Antwort lautet: „Man wird verändert, ohne die Möglichkeit der Einflussnahme zu nutzen.“
Um die Möglichkeit der Selbstgestaltung wahrzunehmen wurden in den
2 Tagen folgende Gesichtspunkte besonders deutlich:
• Der Veränderungsprozess muss bewusst gestaltet werden und die betroffenen Menschen sollen daran beteiligt werden.
• Neue Strukturen und Kooperationen müssen sorgfältig entwickelt werden.
• Es ist wichtig die örtlichen Stärken in der Region zu suchen und hervor zu heben.
• Das Zusammenwirken der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen muss gestärkt werden.
• Die pfarramtliche Versorgung für die Zukunft ist zu klären.

Im Feedback wurde übereinstimmend das gute Gefühl betont, das sich nach den 2 Tagen bei der Projektgruppe eingestellt hat. Es überwiegt die Hoffnung, dass dieses gute Gefühl an die Gemeinden weiter gegeben und in den weiteren Terminen verfestigt werden kann.

Anke Degenhardt (Eiserfeld), Detlef Paul (Niederschelden), Andrea Rink (Eisern), Friedrich Seidel (Gosenbach)