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Der Regionalprozess - aus vier soll eins werden!

Um die Zukunft der Kirchengemeinden im südlichen Bereich der Stadt Siegen auf lange Sicht hin zu sichern haben sich seit etwas mehr als 2 Jahren Presbyter der Kirchengemeinden Niederschelden, Gosenbach, Eiserfeld und Eisern in einer Pro-jektgruppe getroffen. Da in nicht mehr allzu ferner Zukunft nur noch 4 Pfarrstellen in dieser Region zur Verfügung stehen, wurde über neue Konzepte und Möglichkeiten nachgedacht. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist die folgende Absichtserklärung, die von allen vier Presbyterien beschlossen wurde.

Absichtserklärung der Kirchengemeinden
in der Region Siegen-Süd

Das Presbyterium der Ev.-ref. Kirchengemeinde Niederschelden beschließt gleichlautend mit den Presbyterien der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gosenbach, Eisern und Eiserfeld, dass die Kirchen-gemeinden Niederschelden, Gosenbach, Eisern und Eiserfeld sich zu einer neuen Kirchengemeinde vereinigen wollen.
Vor einer Entscheidung über einen Tendenzbeschluss zur Vereinigung müssen die folgenden Fragen von den Kirchengemeinden Niederschelden, Gosenbach, Eisern und Eiserfeld, einvernehmlich geklärt werden.

 

  • Die Satzungsfrage (Klärung der Kompetenzen)
  •  
  • Die Gemeindebezirksgrenzen und die Seelsorgebezirke

  • Die Verteilung der Presbyteriumssitze

  • Die zukünftige Gebäudestruktur
  •  
  • Der künftige Haushalt

Für den Vereinigungsprozess sollen folgende Leitgedanken beachtet werden:
Die örtliche Identität ist zu achten.
Die örtliche Zuständigkeit der Pfarrpersonen ist zu gewährleisten.
Das inhaltliche Profil der Orte ist zu erhalten.
Es ist ein sorgfältiger Umgang mit internen Gemeindegrenzen (künftige Bezirksgrenzen) zu gewährleisten.
Auf eine gerechte Verteilung der Arbeitsumfänge der PfarrerIn-nen ist zu achten.
Eine offene und umfassende Information und Kommunikation auf allen Ebenen ist zu gewährleisten.
Der Vertrauensschutz für Grundsatzbeschlüsse, die in der Vergangen-heit liegen, soll für eine Übergangszeit bestehen bleiben.
Der zeitliche Ablauf der Vereinigung richtet sich nach den Ergebnissen der Klärung der offenen Fragen. Die Vereinigung ist für 2020 angedacht. Ein Tendenzbeschluss zur Vereinigung (mit genauer Zeitangabe und der Bitte an das Landeskirchenamt eine entsprechende Urkunde vorzubereiten) wäre noch zu fassen.

Der weitere Weg ist in der Erklärung schon ein Stück vorgezeichnet.
Zurzeit sind Ausschüsse im Entstehen, die die einzelnen Punkte aus der Erklärung Schritt für Schritt abarbeiten. Im September wird es losgehen.
Das Ziel für eine Vereinigung ist das Jahr 2020.
Ob und wie wir dieses Ziel erreichen hängt von vielen Faktoren ab.
Bei der Gemeindeversammlung, die am Erntedankfest nach dem Gottesdienst stattfinden soll, wird der Regionalprozess auch ein Thema sein.
Für das Presbyterium Lars Friedrich, Detlef Paul und Hartwig Göbel

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Gedanken zur Zukunftsgestaltung des Ev. Kirchenkreis Siegen 2025 –

Der Veränderungsprozess geht weiter

Im Sommer 2013 hat die Synode des Kirchenkreises Siegen mit sehr großer Mehrheit einen Gestaltungsprozess beschlossen, der in einer mittel- bis langfristigen Perspektive die Situation der Kirchengemeinden und Regionen in unserem Kirchenkreis in den Blick nimmt.

In unregelmäßigen Abständen haben wir an dieser Stelle darüber berichtet, dass die Presbyterien unserer Region, zu der wir mit den Kirchengemeinden Eiserfeld, Eisern und Niederschelden gehören, hierzu einen Beratungsprozess ins Leben gerufen haben. Dieser Prozess wird von der Gemeindeberatung unserer Landeskirche begleitet.

Ab 2023 werden wir, bei ca. 12.000 Gemeindegliedern in der Region, noch insgesamt 4 Pfarrstellen haben. Derzeit verfügt die Region noch über 5,5 Pfarrstellen. Seit gut zwei Jahren beschäftigt sich eine von den Presbyterien der Kirchengemeinden eingesetzte Projektgruppe mit der Frage, was dies konkret für die kirchliche Arbeit in unseren Kirchengemeinden bedeutet und wie diese auch zukünftig zum Wohl unserer Gemeindeglieder gestaltet werden kann.

Dass sich bei weniger Pfarrstellen in der Region Änderungen ergeben werden, liegt auf der Hand. Der Projektgruppe ist aber dabei vor allem wichtig, dass Kirche vor Ort ist und bleibt, die Pfarrerin/der Pfarrer für einen fest definierten Seelsorgebezirk weiterhin zuständig sein wird und die Gemeindeglieder ein vertrautes Gesicht vor Ort haben.

Um dieses sicherzustellen, so die Projektgruppe, ist eine möglichst enge Verzahnung der Region nötig, die dem Pfarrpersonal viel Freiraum für die seelsorgerische Arbeit, sowie Entlastung im verwaltungstechnischen und organisatorischen Bereich schafft.

Hierzu hat die Projektgruppe der Region jetzt Vorschläge unterbreitet. Aufgabe der Presbyterien wird es nun sein, die Vorschläge zu prüfen und abzuwägen. Über den weiteren Verlauf des Gestaltungsprozesses und die sich daraus ergebenden Änderungen werden wir im Gemeindebrief weiterhin informieren und das Thema anlässlich einer Gemeindeversammlung erörtern.

Friedrich Seidel